Viele Barrieren sind nicht sichtbar – sie entstehen in unseren Köpfen!

Und oft merken wir gar nicht, dass sie da sind.

Als ich das erste Mal das Wort „Ableismus“ gehört habe, war mir nicht klar, wie sehr es sich durch unseren Alltag zieht.

Ableismus bedeutet: Menschen werden – oft unbewusst – danach bewertet, was sie können, leisten oder wie „funktional“ sie sind.
Er beschreibt eine gesellschaftliche Haltung, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit überbewertet – und alles andere als „abweichend“ oder „minderwertig“ betrachtet.

Doch Ableismus hat viele Gesichter:

Abwertender Ableismus:
– zeigt sich in offenen oder subtilen Vorurteilen, z. B. „Die ist ja trotzdem ganz fit“ oder „Das kann er wegen seiner Behinderung bestimmt nicht.“
Das passiert selten aus böser Absicht, aber es schließt Menschen aus.

Aufwertender Ableismus:
– klingt auf den ersten Blick positiv: „Trotz ihrer Behinderung leistet sie Unglaubliches!“
Aber auch hier steckt die Annahme drin, dass eine Einschränkung automatisch ein Mangel ist, den man „überwinden“ muss.

Beides führt dazu, dass wir Menschen auf ihre Leistungsfähigkeit reduzieren – und nicht auf ihr Sein, ihr Potenzial, ihre Perspektive schauen.

Wenn wir über Ableismus sprechen, geht es nicht um Schuld.
Es geht um Bewusstsein.
Um das Erkennen alter Denkmuster, damit Neues wachsen kann.

Vielleicht lohnt es sich, kurz innezuhalten:
Wo in deinem Umfeld begegnet dir Ableismus – ganz subtil, vielleicht gut gemeint?

Lass uns lernen, das zu sehen, ohne uns zu verurteilen. Nur so kann sich wirklich etwas verändern.