„Humor ist, wenn man trotzdem lacht“

Beim Besuch der Comedy-Show von Tan Caglar (u.a. auch Schauspieler in der TV-Serie „In aller Freundschaft“) wurde mir wieder sehr bewusst, welche Kraft Humor im Umgang mit Behinderung und Einschränkungen hat.
Humor nimmt dem Thema die Schwere,
Humor baut Berührungsängste ab,
Humor schafft Nähe und ermöglicht Begegnung auf Augenhöhe
– genau dort, wo sonst Unsicherheit, falsche Vorsicht oder Sprachlosigkeit herrschen. Wenn wir gemeinsam über etwas lachen, verschieben sich die Perspektiven. Aus „anders“ wird „menschlich“.
Diese Erfahrung lässt sich unmittelbar auf den Arbeitsmarkt übertragen. Viele Hürden entstehen nicht durch fehlende Kompetenzen, sondern durch Unsicherheit im Umgang miteinander.
Humor kann hier ein Türöffner sein:
Für offene Gespräche,
für ehrliche Fragen und
für eine Arbeitskultur, in der Menschen mit Einschränkungen nicht als Risiko, sondern als Bereicherung gesehen werden.
Das Foto von Tan und mir teile ich bewusst. Als Erinnerung daran, dass Inklusion im Arbeitskontext nichts mit Perfektion oder Angst vor Fehlern zu tun hat – sondern mit Offenheit, Mut und manchmal eben auch mit einem gemeinsamen Lachen.
Wo hat Humor bei euch im Arbeitsalltag schon geholfen, Barrieren im Kopf abzubauen?
* Der Ausspruch „Humor ist, wenn man trotzdem lacht“ stammt von dem deutschen Schriftsteller Otto Julius Bierbaum (1865–1910).
Er beschreibt eine Lebenshaltung, bei der man den Widrigkeiten des Schicksals, Missgeschicken oder traurigen Situationen mit einem Lächeln begegnet. Anstatt zu verzweifeln, nutzt man den Humor als Bewältigungsstrategie, um Distanz zu den Problemen zu gewinnen und die eigene Resilienz zu stärken.

