Und oft merken wir gar nicht, dass sie da sind.

Als ich das erste Mal das Wort „Ableismus“ gehört habe, war mir nicht klar, wie sehr es sich durch unseren Alltag zieht.

Ableismus bedeutet: Menschen werden – oft unbewusst – danach bewertet, was sie können, leisten oder wie „funktional“ sie sind.
Er beschreibt eine gesellschaftliche Haltung, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit überbewertet – und alles andere als „abweichend“ oder „minderwertig“ betrachtet.

Doch Ableismus hat viele Gesichter:

Abwertender Ableismus:
– zeigt sich in offenen oder subtilen Vorurteilen, z. B. „Die ist ja trotzdem ganz fit“ oder „Das kann er wegen seiner Behinderung bestimmt nicht.“
Das passiert selten aus böser Absicht, aber es schließt Menschen aus.

Aufwertender Ableismus:
– klingt auf den ersten Blick positiv: „Trotz ihrer Behinderung leistet sie Unglaubliches!“
Aber auch hier steckt die Annahme drin, dass eine Einschränkung automatisch ein Mangel ist, den man „überwinden“ muss.

Beides führt dazu, dass wir Menschen auf ihre Leistungsfähigkeit reduzieren – und nicht auf ihr Sein, ihr Potenzial, ihre Perspektive schauen.

Wenn wir über Ableismus sprechen, geht es nicht um Schuld.
Es geht um Bewusstsein.
Um das Erkennen alter Denkmuster, damit Neues wachsen kann.

Vielleicht lohnt es sich, kurz innezuhalten:
Wo in deinem Umfeld begegnet dir Ableismus – ganz subtil, vielleicht gut gemeint?

Lass uns lernen, das zu sehen, ohne uns zu verurteilen. Nur so kann sich wirklich etwas verändern.

Dieser Satz kommt von einem Mann, der es wissen muss.
Stephen Hawking, ein britischer Physiker und Astrophysiker, wurde mit 21 Jahren mit ALS diagnostiziert. Einer degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems.

Stephen Hawing ist ein Beispiel dafür, dass viele Menschen mit Behinderung sich aufgrund ihrer veränderten persönlichen Umstände täglich Herausforderungen stellen und diese mit eigener Kompetenz, aber auch der Unterstützung Dritter meistern müssen.

MSme ist meine Herzensmarke unter dem Dach von Saltonaut.
Hier begleite ich Menschen, die schon länger mit Multipler Sklerose leben – mit Empathie, Erfahrung und einem klaren Ziel: mehr Lebensqualität, Selbstbestimmung und innere Stärke.

Als Coach mit eigener MS-Erfahrung (22 Jahre) weiß ich: Wir können den Verlauf der Erkrankung nicht ändern, aber sehr wohl, wie wir damit leben.
MSme steht für genau das – Mut. Sinn. Individualität (me).

Heute möchte ich euch Co-Inclusion vorstellen. Eine Submarke von Saltonaut.

Und dabei eins vorweg nehmen: Inklusion ist keine Einbahnstraße – sie gelingt nur gemeinsam. Genau hier setzt Co-Inclusion an: Ich befähige Unternehmen, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen alle – Führungskräfte, Teams und Mitarbeitende mit Einschränkungen – Verantwortung übernehmen, ihr volles Potenzial ausschöpfen und miteinander wachsen.

Mit Erfahrung, Empathie und klaren Strukturen unterstütze ich dabei, inklusive Unternehmenskulturen zu entwickeln, Mitarbeitende mit Einschränkungen aktiv einzubinden, Sicherheit und Offenheit im Miteinander zu fördern.

So wird aus Inklusion nicht nur eine einseitige Fürsorge des Arbeitgebers, sondern ein gemeinsamer Prozess, der Zusammenarbeit stärkt, Motivation fördert und Zukunftsfähigkeit schafft.

Es geht nicht darum, was man NICHT (mehr) kann, sondern darum, die einzigartigen Stärken, Perspektiven und Talente zu entfalten!